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Einheitsgemeinde Gerstungen
Ortsteile: Gerstungen | Lauchröden | Oberellen | Unterellen | Neustädt | Sallmannshausen
Ortsteil NEUSTÄDT
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Neustädt

In einer Urkunde aus dem Jahre 1317 wird der ORT "Nuwestete", also Neue Stätte genannt. Bedingt durch die Vermehrung der Bevölkerung hatte man offensichtlich Bauern Land zugewiesen, damit sie es durch Rodung nutzbar machen. Auch das regelmäßige Straßennetz zeugt von der späteren Entstehung des Ortes. Die Bauern haben ihre einst durch Schwerstarbeit geschaffenen Äcker und Wiesen durch die Jahrhunderte behalten können. Davon zeugen die gleichmäßig solide gebauten Fachwerkhäuser. Allerdings waren die Bauern dem fürstherrschaftlichem Vorwerk in Gerstungen zu Frondiensten und Abgaben verpflichtet.

Unter den Handwerkern erlangten bis 1900 die Töpfer eine herausragende Bedeutung.

Begünstigt durch den Bahnanschluss in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte man nun vielfältige Beschäftigung bei der Bahn und in der damaligen Kreisstadt Eisenach finden.

Noch bis in das ausgehende 20 Jahrhundert nutzte man die beiden Ziehbrunnen. Besonders wenn das Vieh in den Ställen getränkt werden musste, fanden sich Bauern bzw. Bäuerinnen dort zahlreich ein, um Wasser zu holen. So wurden die Brunnen tägliche Begegnungsstätte und förderlich für die Pflege des Gemeinschaftsgefühls. Einer dieser Brunnen steht noch als Denkmal auf dem Dorfplatz, geliebt von allen Neustädtern, die dort alljährlich ihr Ziehbrunnenfest feiern.

Das Dorf ist unmittelbar an einem bergigen Wald, reich an Wanderwegen, gelegen und angeschlossen an den Werra-Bootstourismus sowie Werratal-Radtourismus (beides über das benachbarte Sallmannshausen).

Im Sinne der Denkmalspflege bemerkenswert ist die stilreine Innenausstattung der Kirche aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Kanzelaltar, die in der jüngsten Vergangenheit sachkundig restauriert wurde.

Einwohnerzahlen:
1854 - 410
1910 - 340
2004 - 315