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| Fr 01.08.2008 10:34 | K&S - nur peinlich - aus der TLZ 1.08.2008 | Antworten | | usuhler | "Feinde der Kaliindustrie" Gerstungen. (ep) In einem Schreiben an den Leiter des Runden Tisches "Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion", Prof. Hans Brinckmann in Kassel, wies Gerstungens Bürgermeister darauf hin, dass seit Wochen über betriebliche Aushänge an mehreren Standorten des Unternehmens Kali + Salz "eine Kampagne, unter anderem gegen mich, läuft". Personen, die ähnlich denken würde wie er, sei vor einigen Monaten der Zutritt in die Grube Springen untersagt worden. An einem Aushang in Unterbreizbach seien er und Klaus Reinhardt, der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Für ein lebenswertes Werrtal", als Feinde der Kaliindustrie dargestellt worden. Dies habe er von Kalikumpeln erfahren, so Werner Hartung, die allerdings aus Angst vor Repressionen keine öffentlichen Aussagen machen wollten.
Beim Düngemittelproduzenten K + S wies man zurück, dass gegen Klaus Reinhardt und Werner Hartung Kampagnen betrieben würden. Auf Anfrage der TLZ bestätigte K + S-Sprecher Ulrich Göbel, dass es einen Aushang mit den Bildern der beiden Männer gegeben habe. Dabei habe es sich jedoch um den Ausriss eines Artikels aus einer Regionalzeitung gehandelt. Der Artikel sei auch nicht an einem zentralen Ort im Unternehmen ausgehängt gewesen, sondern im Büro eines leitenden Mitarbeiters. Offizielle und von allen Mitarbeitern einsehbare Aushänge würden an zentraler Stelle hängen und seien genehmigungspflichtig. Er wundere sich, so der K + S-Sprecher, dass sich Gerstungens Bürgermeister persönlich verunglimpft fühle. Und wenn, fragt er, warum habe er sich dann nicht an die Geschäftsleitung gewandt, statt die Angelegenheit zum Inhalt einer Information an die Gerstunger Stadträte zu machen? Es handele sich bei der Beschwerde wohl eher "um den Versuch, an einer Märtyrerlegende zu basteln", so Ulrich Göbel.
Warum sich der leitende Mitarbeiter den Zeitungsartikel an die Pinnwand klemmte, konnte er nicht beantworten und wollte das auch nicht bewerten.
30.07.2008 Von Rita Specht
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